Türkei bei der WM 2026: Erstmals seit 2002, Güler und Yıldız
Nach 24 Jahren Wartezeit ist die Türkei zurück bei einer WM. Vincenzo Montellas Team, angeführt von der Generation Arda Güler und Kenan Yıldız, startet in Gruppe D gegen Australien, Paraguay und Co-Gastgeber USA.
Zum ersten Mal seit 2002 — dem Turnier, bei dem man sensationell Dritter wurde — ist die Türkei wieder bei einer WM. Die Qualifikation kam auf dem schwersten Weg: In der Qualifikationsgruppe landete Vincenzo Montellas Team nur zwei Punkte hinter Spanien und setzte sich dann in den Play-offs mit zwei knappen Siegen durch, 1:0 gegen Rumänien und 1:0 gegen den Kosovo, der entscheidende am 31. März. Ein Weg, der viel über die Reife dieser Mannschaft aussagt.
Montellas Projekt stützt sich auf eine Welle junger Talente, die in den letzten Jahren explodiert ist. Arda Güler, inzwischen wichtiger Stammspieler bei Real Madrid, und Kenan Yıldız, ein Generationenstürmer bei Juventus, sind die Gesichter der neuen Türkei — Kreativität, Persönlichkeit und ein Selbstvertrauen, das der Nationalmannschaft zuletzt fehlte. Um sie herum sorgen die Erfahrung von Hakan Çalhanoğlu im Mittelfeld und die Stabilität von Çağlar Söyüncü in der Abwehr für die nötige Balance.
Gruppe D ist kein leichtes Los. Die Türkei startet am 13. Juni in Vancouver gegen Australien, trifft dann in San Francisco auf Paraguay und schließt die Gruppe mit einem hitzigen Duell gegen Co-Gastgeber USA in Los Angeles ab — ein Spiel mit garantierter Atmosphäre und maximalem Einsatz. Australien bringt physische Intensität, Paraguay eine sture südamerikanische Abwehr und die USA den Druck des eigenen Publikums.
Für türkische Fans ist allein die Qualifikation bereits ein Fest. Doch das Profil des Kaders deutet an, dass der Ehrgeiz über die Teilnahme hinausgehen kann: Ein Team mit diesem Maß an Offensivtalent hat die Mittel, vom Achtelfinale zu träumen.
### Redge-AI-Perspektive
Das von Redge angewandte Poisson-Modell, kalibriert auf die Qualifikationsform und die Gegnerwerte in Gruppe D, schätzt eine Gruppenqualifikations-Wahrscheinlichkeit für die Türkei von rund 52% — eine ausgeglichene Gruppe ohne klar abgesetzten Favoriten. Für das Auftaktspiel gegen Australien deutet die geschätzte Torverteilung auf eine Over-2.5-Wahrscheinlichkeit von rund 55% und eine "Beide Teams treffen"-Chance von etwa 58% hin — zwei Teams, die Chancen kreieren, aber defensiv nicht undurchdringlich sind.
Der Faktor, den das Redge-Modell verfolgt, ist die kreative Ausbeute des Duos Güler–Yıldız in engen Spielen: Je tiefer der Gegner verteidigt, desto wichtiger wird der Wert, den sie durch Vorlagen und Schüsse aus der Distanz erzeugen. Noch einmal: Das sind Wahrscheinlichkeitsschätzungen — eine so enge Gruppe verstärkt statistisch die Bedeutung des ersten Spiels.
Wie auch immer es ausgeht, die Türkei 2026 markiert die Rückkehr eines leidenschaftlichen Fußballmarktes auf die größte Bühne. Verfolge die aktualisierten Wahrscheinlichkeiten während des Turniers auf redge.bet/#worldcup.
Bild: Kenan Yıldız — Daniele Mascolo / Wikimedia Commons (CC0)